Meditieren lernen

Alles was du wissen musst

Wir können gesund essen, Zucker und Fast Food vermeiden, uns regelmäßig bewegen und jeden Tag Yoga praktizieren. Wenn wir uns dabei aber nicht um unsere Seele und unseren Geist kümmern, werden wir niemals den bestmöglichen Gesundheitszustand erreichen.

Stress und all die anderen alltäglichen Sorgen und Ängste können und werden dich heimlich von Innen heraus kaputt machen.

Meditation ist das optimal Hilfsmittel, um deine innere Balance zu finden und den Stress zu reduzieren, dem du jeden Tag ausgesetzt bist.

Sehe das Meditieren als ein Teil deiner Fitness-Routine und praktiziere es regelmäßig, um deine Achtsamkeit zu trainieren und die Vorzüge zu genießen.

Genauso, wie du Tag für Tag deine sportlichen Ziele verfolgst, kannst du durch regelmäßiges Meditieren deinen Achtsamkeit, wie einen Muskel trainieren und stärken. Beginne mit wenigen Minuten ein- bis zweimal pro Tag. 

Vorteile des Meditierens

Es gibt diverse Studien zu den gesundheitlichen Vorteilen vom Meditieren. Hier sind einige der überzeugendsten Gründe, weshalb du sofort loslegen solltest:

1. Angstzuständen und Depressionen:

Meditieren kann einen positiven Einfluss auf die Bereiche des Gehirns haben, die deine Stimmungen steuern. Es konnte nachgewiesen werden, dass es die Areale aktiviert und stärkt, die dafür verantwortlich sind, dass du dich ruhig und entspannt fühlst.

2. Verbessertes Denkvermögen:

Das Erreichen von tieferen Gehirnwellenströmen während der Meditation wird mit einer gesteigerten Aktivität in den Hirnarealen in Verbindung gebracht, die für Erinnerung und die Konzentration zuständig sind. Es kann dir dabei helfen, deine Gedanken klar zu erfassen und einen erhöhten Zustand der Aufmerksamkeit zu erreichen. Nicht nur während der Mediation, sondern während deines gesamten Tages.

3. Natürlicher Stressabbau:

Neben den bereits genannten, werden auch eben jene Teilbereiche des Gehirns angesprochen, die dein Stresslevel kontrollieren. So kannst du nicht nur während der Meditation Druck und Anspannung reduzieren, sondern dich sogar in deinem normalen Alltag schneller von physiologischem Stress erholen und wieder „runterfahren“. Studien beweisen, dass Meditieren das Cortisol-Level (das Hormon, welches bei physischer und psychischer Belastung in deinem Blut fließt), wesentlich schneller wieder zu einem normalen Niveau zurückkehren lässt.

4. Verbesserter Umgang mit Emotionen:

In Verbindung mit den vorherigen Punkten steht außerdem ein verbesserter Umgang mit deinen Emotionen. Menschen, die meditieren haben ein gesteigertes Selbstwertgefühl, können sich auf das Positive fokussieren und sind durch das regelmäßige Bewusstwerden des Moments eher in der Lage Dinge und Situationen so zu akzeptieren wie sie sind. Akzeptanz ist der Garant für ruhiges, besonnenes Handeln. Dank der Meditation ist es möglich weniger schnell irrational zu agieren und rückblickend Erfahrungen positiver zu bewerten.

Meditation ist eine Einladung im Augenblick zu bleiben und dich selbst dabei zu ertappen, wenn du dich in einer Gedankenspirale voller Sorgen oder selbstzerstörerischer Gedanken verfängst.

Ok, du siehst nun ein, dass Meditieren durchaus Vorteile besitzt. Nun fragst du dich sicherlich, wie oft du praktizieren solltest, um diese Ergebnisse zu erzielen. Hierfür reichen bereits durchschnittlich 2,5 Stunden pro Woche. Das entspricht 21 Minuten pro Tag. Nicht viel oder? Dann lass uns gemeinsam anfangen.

Wie du mit dem Meditieren anfangen kannst

Das Beste am Meditieren ist, dass es wirklich für jeden, jederzeit und überall verfügbar ist. Befolge für den Anfang ganz einfach diese 5 Schritte:

1. Mach es dir gemütlich.

Finde einen ruhigen Platz an dem du ohne Unterbrechung oder Ablenkungen praktizieren kannst und nehme eine bequeme, aufrechte Sitzhaltung ein. Richte deine Wirbelsäule auf, um die Blutzirkulation zu verbessern und dich vom Einschlafen abzuhalten. Versuche am besten jeden Tag um dieselbe Zeit zu meditieren. Erschaffe dir ein kleines Ritual, indem du beispielsweise Kerzen anzündest oder danach in dein Journal schreibst. Dein Geist liebt Routinen, dadurch wird es dir leichter fallen am Ball zu bleiben.

2. Fang einfach an.

Beginne mit einer Zeit, die sich für dich gut anfühlt und machbar erscheint. Wenn dir bereits 10 Minuten in Stille sitzen zu viel sind, dann starte eben mit 5 Minuten. Versuche jede Woche oder wann immer du dich danach fühlst 1 Minute hinzuzufügen, sodass du irgendwann 30 Minuten oder länger meditierst. Beginne deine Reise dort, wo du jetzt bist.

3. Sei geduldig.

Beim Meditieren geht es nicht um Leistung oder darum die besten Ergebnisse zu erzielen. Wenn dich deine Gedanken ablenken und du dich nicht auf deinen Atem konzentrieren kannst, dann akzeptiere das und kehre am nächsten Tag zu deiner Meditation zurück. Die Praxis lehrt uns vor allem Barmherzigkeit mit und bedingungslose Liebe für uns selbst. Sei geduldig  und sanftmütig mit dir und honoriere jeden noch so kleinen Erfolg. Ergebe dich dem was ist und akzeptiere es mit einem Lächeln.

3. Übung macht den Meister.

Praktiziere immer und immer wieder und der Rest wird sich fügen. Trainiere deinen Geist genauso, wie du deine Muskeln, darauf sich zu fokussieren und loszulassen.

5. Atme.

Dein Atem ist dein mächtigstes Hilfsmittel, um im Moment zu bleiben. Unser Gehirn will ständig denken und analysieren, aber dein Atem ist nur im Hier und Jetzt. Du musst keine ausgefallenen Meditations-Techniken ausprobieren – besonders nicht als Anfänger. Fokussiere dich einfach auf deine Atmung um dich und deine Gedanken im Hier und Jetzt zu verankern.

Herausforderungen und Hürden

Nachdem du nun die Vorteile der Meditation kennst, willst du sicher sofort loslegen. Doch du stellst fest, dass du einfach nicht still sitzen kannst oder keine Zeit für deine Meditationspraxis findest. Ich verstehe dich! Manchmal, besonders wenn unser Leben vollgepackt und stressig ist, fühlt sich Meditieren so passiv und unproduktiv an. Mit dieser Sicht bist du nicht alleine! Lass uns daher gemeinsam einen Blick auf die größten Hürden werfen, die dich vom Meditieren abhalten könnten und Lösungen für diese finden.

1. Du kannst nicht aufhören nachzudenken.

Du setzt dich entspannt hin, atmest ein und deine Gedanken schwirren unkontrolliert umher? Plötzlich fängst du an über deinen Job nachzudenken, deine To-Do-Liste, das Geschenk, das du noch kaufen musst… Ganz besonders, wenn du zwanghaft versuchst mit dem Nachdenken aufzuhören, wird dein Gehirn eine lange Liste von Dingen finden, an welche es noch zu denken gilt.

Nimm Meditieren nicht zu ernst. Es ist nicht so schwer, wie es vielleicht erscheinen mag. Dein Geist denkt unbewusst, genauso wie dein Herz ohne dein aktives Zutun schlägt. Glücklicherweise, kannst du deinen Herzschlag nicht einfach durch ein Kommando anhalten. Und genauso wenig kannst du deine Gedanken kontrollieren. Hör auf, sie als deine Feinde zu sehen, die es zu eliminieren gilt und fang an sie zu akzeptieren.
Jedes Mal, wenn dir auffällt, dass du einem Gedanken folgst, lenke deine Aufmerksamkeit einfach wieder auf deinen Atem.

2. Du bist zu beschäftigt um zu meditieren.

Wir haben alle nicht endend wollende To-Do-Listen, aber erinnerst du dich noch an die Vorteile der Meditation? Ein verbessertes Denkvermögen, klare Gedanken und mehr Fokus werden dir sicherlich dabei helfen deine Aufgaben schneller zu erledigen.

Ich erinnere mich in solchen Situationen immer gerne an dein Satz einer weisen Frau „Wenn du zu beschäftigt bist, um 5 Minuten zu meditieren, setze dich hin und meditiere für mindestens 20 Minuten!“

In Wahrheit ist es doch so, du hast nicht keine Zeit zu meditieren.

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Laura Ermel

Laura Ermel

Laura ist eine vegane Ernährungsberaterin, Fitnesstrainerin, Yoga-Lehrerin und Erdnussbutter-Junkie aus Deutschland. Neben Yoga schlägt ihr Herz vor allem für alles rund um einen gesunden Lebensstil. 2018 hat sie Fitfoodgirl gegründet, um all ihre Tipps, Workouts und gesunden Rezepte mit der Welt zu teilen. Getreu ihrem Motto „It’s not a diet, it’s a way if life“ dreht sich bei ihr alles um ein Leben in Balance, das langfristig gesund und glücklich macht. Website: www.fitfoodgirl.de Instagram: @fitfoodgirl.l
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