3 Tests, wie du Dysbalancen im Körper erkennen und gegensteuern kannst

Wir alle haben einen asymmetrischen Körper, ohne uns dessen immer bewusst zu sein. Das Wissen über diese Unterschiede kann sehr hilfreich sein. Du machst Fortschritte in deiner Asana-Praxis und entwickelst eine tiefere Körperwahrnehmung. Mit diesen drei Tests kannst du deine Potentiale in drei Minuten erkennen – ganz ohne Vorbereitung oder Physiotherapeuten.

Bild von Autoin Susi in der Pose "derBaum"

1. Test: Identifiziere deine kräftige und deine gedehnte Körperseite

Dir wird bestimmt schon mal aufgefallen sein, dass du eine kräftigere Seite hast, und eine besser gedehnte Seite. Deine stärkere Seite findest du im Baum (Vrksasana) heraus: Stell‘ dich spontan auf ein Bein für deinen Baum. Intuitiv wirst du dein kräftigeres Bein als Standbein auswählen. Du kannst künftig Ausgleich schaffen, indem du im Alltag öfters auf das andere Bein abstellst. Gewöhne dir an, am weniger kräftigen Bein Zähne zu putzen. Beginne stehende Positionen künftig mit dem schwächeren Bein und halte etwas länger. Umgekehrt kannst du dehnende Asanas am kräftigen Bein länger halten. So werden etwaige Dysbalancen ausgeglichen. 

Bild von Autorin Susi bei Test 2

2. Test: Erkenne, ob die Spannung in deinem Rücken vom Nacken ausgeht

Die meisten von uns leiden durch die häufige Computerarbeit und Handynutzung ab und zu unter Verspannungen im oberen Rücken. In der Vorbeuge (Utanasana) kannst du herausfinden, ob du zu so einem „Tech-Neck“ neigst. Lass deine Beine dazu gebeugt und den Kopf ganz locker hängen. Greife deine gegenüberliegenden Ellbogen und dann beginne hin- und herzupendeln. Dein Kopf sollte locker zwischen den Oberarmen hängen. Wenn nicht, sitzt die Verspannung im Nacken. Abhilfe kannst du schaffen, indem du öfters dein Handy weglegst und mehr Yoga machst. Drücke in liegenden Positionen immer deinen Hinterkopf sanft in die Matte. Das kannst du gleich im nächsten Shavasana ausprobieren.

Bild von Autorin Susi beim Vorführen des 3. Tests

3. Test: Erhöhe deine Kniestabilität

Ein gut geschütztes Knie braucht gleich viel Rotation nach innen und nach außen. Begib dich in die Stockhaltung (Langsitz) und hebe ein Bein leicht vom Boden ab. Wiederum wirst du intuitiv das stärkere Bein anheben. Halte das Bein gestreckt 10 cm über dem Boden und ziehe die Zehen zu dir heran. Dann rotierst du dein Bein einmal nach innen und einmal nach außen. So kannst du leicht feststellen, welche Rotation für dich angenehmer ist und erkennst deine Dysbalancen. Wenn dir beispielsweise die Außenrotation leichter fällt, kannst du das durch mehr innenrotierende Asanas ausgleichen. Ein einfaches Beispiel wäre weniger Schmetterling und mehr Heldensitz (bzw. umgekehrt).

Mit Hilfe dieser Tests kannst du schnell und vor allem selbst herausfinden, wo etwaige Dysbalancen in deinem Körper liegen. Ebenfalls kannst du selbst gegensteuern – du selbst hast immer noch das beste Gespür für deinen eigenen Körper. Solltest du jedoch Schmerzen, Unsicherheit oder Ähnliches verspüren, so kontaktiere bitte Yoga Lehrer*innen, die dir bei der Ausführung helfen oder Ärzt*innen, welche dich professionell und persönlich beraten.

Namasté

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Susanne Roiser

Susanne Roiser

Yoga traf Susi 2006 wie ein Blitz – im Fitnesscenter als Ausgleich zum Ausdauertraining besuchte sie eines Tages eine Hatha Yoga Stunde und ruck-zuck war sie begeisterte Yogini und besuchte in jeder freien Minute Yogastunden. Es half ihr nicht nur körperlich, sondern stärkte sie auch mental. Heute ist sie selbst Yoga Teacher und liebt es abwechslungsreiche Flows zu unterrichten, bei welchen sie vor Herausforderungen nicht zurückschreckt, aber auch Zeit für Entspannung findet. Susi lebt im schönen Niederösterreich und hegt und pflegt dort ihre Tier-Familie - daher auch der Name "Yogafarm. Instagram: @yogafarm
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